Meinen Platz in der Welt finden

Wer schon einmal ein Puzzle zusammengesetzt hat, weiß, wie befriedigend es sein kann, alle Teilchen an den richtigen Platz zu fügen, und wenn dann immer mehr das Gesamtbild entsteht und schließlich auch das letzte Teilchen an seine Stelle gesetzt wurde, ist die Freude groß. Wenn allerdings kleine Kinder „mithelfen“, drücken und quetschen sie oft unbedacht alles irgendwie zusammen, das ergibt dann natürlich Chaos statt des stimmigen „großen Ganzen“. Und auch wenn man die Puzzleteile nicht von ihrer farbigen Eigenart-Seite betrachten, sondern sich nur an der einheitsgrauen Rückseite orientieren würde, könnte man kein schönes, buntes Bild zusammenfügen. 

Puzzle für den wahren Platz im Leben

Wenn Jeder seinen wahren Platz einnimmt, ergibt sich ein harmonisches Ganzes

 Ist es nicht bei der Menschheit auch so ähnlich? Wurde da nicht auch das Puzzzle falsch zusammengesetzt, weil „unbewusste Kinder“ einfach irgendetwas zusammengefügt haben, was gar nicht passte. Und um das disharmonische Bild nicht ansehen zu müssen, haben wir uns einfach ins Einheitsgrau des Massenbewusstseins geflüchtet, denn das gab zwar ein eintöniges aber doch zumindest ein einigermaßen erträgliches Ganzes.

Dass es nicht mehr passte, erkannten wir erst, als einzelne Teilchen sich umdrehten und ihre wahre Farbe zeigten, also ihre wahre Bestimmung oder ihre wahre Individualität fanden und zum Ausdruck bringen wollten. Diese bunten Einzelteilchen fanden zunächst in der Einheitsfarbe nur wenig Orientierung, sie konnten vielleicht fühlen, dass sie irgendwo mit Druck an die falsche Stelle gepuzzelt worden waren, aber der richtige Platz war noch nicht ersichtlich, solange die anderen ihre wahre, farbige Seite nicht zeigten.

Tja, und wenn jetzt immer mehr farbige, leuchtende Teilchen sichtbar werden, zeigt sich vielleicht erst einmal das ganze Ausmaß des Fehlpuzzles an: Viele Teile passen dort nicht, wo sie sind, und sie fehlen dort, wo sie eigentlich hingehören würden. Um das zu korrigieren müssen sie erst einmal den „falschen“ Platz verlassen. Dieses Verlassen mag schwierig sein, denn an dieser Stelle können sie regelrecht eingekeilt sein und das Herauslösen erfordert etwas Mühe. Und natürlich erfordert es auch Mut, erst einmal an den Rand des Ganzen zu treten, also erstmal gar keinen Platz zu haben und nur darauf zu vertrauen, dass sich ihre richtige Stelle im Puzzle bald zeigen wird und sie dann ihren wirklichen Platz einnehmen können. Dann sind sie wieder festgefügt im Ganzen, aber dieses Mal harmonisch und stimmig.

Gefühle als Wegweiser

Mir kamen diese Gedanken mit dem Puzzle, weil eine Freundin, die gerade dabei ist, sich neu zu orientieren, mich um emotionalen Rat gefragt hatte.Vor einigen Tagen hatte sie mir geschrieben und berichtet, dass sie gerade auf Reisen sei und eine Stadt besuche, in der sie früher schon einmal gewohnt hatte. Doch obwohl sie die Stadt sehr liebte, hatte sie schon damals das Gefühl, dass da kein Platz für sie sei, und auch beim jetzigen Besuch fühlte sie sich nur „traurig  und daneben“, wie sie es ausdrückte. Und weiter schrieb sie:

„Wie eine Allegorie auf mein Erdendasein kommt es mir vor: 
Die schöne Stadt entspricht dem schönen Planeten, das schwierige Miteinander und der Verlust an Kraft… natürlich frage ich mich, warum ich mir solche Erfahrungen kreiere und hoffe, für meinen Neuanfang  freier zu sein…“

Mein erster Impuls war es, ihr gestern einfach motivierende und aufbauende Positivsätze zu schreiben. Aber inzwischen frage ich mich: Sind solche Gefühle nicht ein wunderbarer Wegweiser. Wenn jemand fühlt, dass irgendwo kein Platz für ihn oder sie ist, muss ich dann an diesem Gefühl „herumdoktern“, muss ich sagen, du fühlst oder denkst falsch und beides dann ganz schnell korrigieren?  Warum kann ich ein Gefühl nicht einfach als Seelenwahrheit annehmen und sagen, vermutlich ist dort wirklich nicht ihr richtiger Platz. Und ihr Mut machen, sich auf ihre Gefühle und ihre innere Führung zu verlassen und zum richtigen Platz führen zu lassen.

Ist es nicht Zeitverschwendung, wenn ich etwas, das sich nicht gut anfühlt, zuerst ignorieren, dann verdrängen, dann zwanghaft zu Liebe transformieren will? Wäre es nicht besser zu sagen, das fühlt sich nicht gut an, das verlasse ich, und auch wenn ich eine Weile ganz ohne festgefügten Platz warten muss, ist das trotzdem zielführender als sich gar nicht für den richtigen Platz im Leben bereit zu halten.

Bei mir war es auch lange Zeit so, mein ganzes Leben fühlte sich vor einiger Zeit nicht mehr richtig an. Beruflich konnte ich sehr schnell loslassen, privat war es schwieriger, aber auch dabei wurde ich unterstützt, so dass ich mich jetzt frei für den richtigen Platz im Leben fühle. Und ich weiß, liebe …,  dir wird das jetzt auch gelingen. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg dabei und habe wie versprochen eine Affirmation dazu formuliert.

Affirmation: Ich finde jetzt meinen wahren Platz

Ich finde jetzt meinen für mich bestimmten Platz im wunderbaren Menschheits-Gefüge.

Ich erkenne, dass ich ein einzigartiger Teil des großen Ganzen bin.

Ich weiß, dass das große Ganze nur mit mir vollkommen ist.

Ich fülle jetzt die Lücke, die ohne mich ungefüllt bliebe.

Ich lasse mich jetzt von meiner göttlichen Führung dorthin führen, wo ich wirklich hingehöre.

Ich weiß, dass ich alles in mir habe, was ich brauche, um meinen wahren Platz jetzt einzunehmen.

Ich harmoniere an meinem wahren Platz wunderbar mit meiner Umgebung, denn wir gehören zusammen und sind gemeinsam Teil des großen Ganzen.

Danke, dass sich das jetzt manifestiert, Danke.

~~~

Affirmation jk-ganzheitlich-gesund.de

Affirmationen für Glück & Gesundheit

Advertisements

6 Gedanken zu „Meinen Platz in der Welt finden

  1. Liebe Johanna, wir müssen nicht alles „zwanghaft“ in Liebe transformieren, aber wir müssen uns auch nicht zwanghaft in Energien oder, wie du es nennst, „Frequenzen“ hineinbegeben. Die Energie dieser Stadt tut deiner Freundin nicht gut, und wenn sie sie in Liebe loslässt, dann hat sie diese negative Schwingung bereits transformiert.

    Ich finde dein Bild vom Puzzle sehr zutreffend, welches zwei Seiten hat, eine farbige und eine graue. Wenn wir in die Resonanz der bedingungslosen Liebe kommen, als ganz bei uns selbst sind, dann ist da auf einmal alles farbig, ähnlich wie die ‚“rosarote Brille“. Nur sind wir halt Menschen auf unserem Erdenweg und dieser Zustand wird nicht ständig anhalten, dann sind wir wieder im Grau. aber wir werden immer öfter in diesen Zustand gelangen, und irgendwann sind wir angekommen, dann ist das Puzzle in all seinen Farben gelöst.

    Liebe Grüße von Herbert

  2. „Wenn wir in die Resonanz der bedingungslosen Liebe kommen, als ganz bei uns selbst sind, dann ist da auf einmal alles farbig, ähnlich wie die ‘”rosarote Brille”.“

    Wenn ich ganz bei mir selbst bin und fühle, wie toll sich die hohe Energie anfühlt, dann sehe ich nicht alles rosarot, im Gegenteil, dann spüre ich den Unterschied zu niedrigen Umgebungsschwingungen umso deutlicher. Je sensitiver jemand ist, desto besser fühlt er diesen Unterschied. Meine Freundin hat das neulich so ausgedrückt: „Es ist so zermürbend für einen liebevollen Menschen, dass das Kollektiv so zäh und herunterziehend am alten niedrigschwingenden Zustand festklebt.“

    Das Meister-Ziel ist sicher, souverän in Liebe schwingen zu können, egal, was einen umgibt, und sogar die Schwingungen der anderen anzuheben. Mir selbst gelingt das noch nicht immer, aber immer öfter. 😉

    Liebe Grüße von Johanna

  3. In MMN schrieb vor Jahren ein Kommentator: „Den ganzen Tag lang muss ich schon an das kleine Mädchen von heute früh an der Bushaltestelle denken. Es ging einfach zu allen Menschen hin und umarmte sie!“.
    Möchten wir nicht auch wie dieses Mädchen sein? Sie war ganz bei sich selbst und liebte einfach alles. Ich bin mir sicher, dass sie „den Unterschied zu niedrigen Umgebungsschwingungen“ nicht wahrnehmen konnte. Ich bin auch manchmal in der hohen Schwingung, dass ich alle umarmen möchte, aber dass mich etwas hinunterzieht, das fühle ich dabei nie. Dann ist die Schwingung nicht hoch genug, oder es ist immer noch zu viel „Kopfarbeit“ beteiligt. Wenn ich bei der Begrüßung von mir lieben Menschen diese umarme, dann denke ich doch nicht an die Zeit (oh je, ich bin schon wieder zu spät) oder an den Ort (ob wir hier alle Platz haben?). Man ist für einen Moment losgelöst von Raum und Zeit, ich denke, man ist in einer anderen Dimension, von welcher aus man alle Leben gleichzeitig wahrnimmt. Und dann merkt man , dass man eigentlich nur an den Symptomen „herumdoktert“, wie du es treffend beschreibst. Die Lösung ist zu einfach, als dass wir sie mit unserem Verstand zulassen könnten.
    Wenn wir zu dem kleinen Mädchen zurückkehren, dann fragt man sich, wie wird es sich weiterentwickeln? Wenn sie in der Pubertät ist, wird die Gesellschaft dieses „Liebe zeigen“ nicht mehr zulassen, von späterer Reife gar nicht zu reden. Und da greifen deine o.a. Affirmationen sehr gut. Selbstbewusstsein und Standvermögen sind da angesagt, davon kannst du ein Lied singen…
    Liebe Grüße von Herbert
    Und grüße deine Freundin ganz herzlich von mir!

  4. Danke für deinen Kommentar Herbert, und danke für deine Grüße, ich werde sie gerne ausrichten. Liebe Grüße und einen schönen Sonntag.

  5. Find ich ganz toll , die Beschreibung . Besonders das akzeptieren das wahre Gefühl was jemand hat für eine bestimmte Sache oder Situation . Ich glaube das dies sehr massiv manipuliert ist in unserer Welt . Das eigene wahre Gefühle für etwas Wegerzogen und wegmanipuliert wurde.
    Liebe Grüße Conny

  6. Hallo Conny, danke und volle Zustimmung für deinen Kommentar. Ja, das wahre Gefühl würde uns den Weg zeigen, aber es wurde uns oft wegerzogen oder wegmanipuliert. Ich bin gerade immer mehr dabei, es wieder klar fühlen zu können.

    Hab mir vorhoin deine seite angesehen und finde sie auch toll.
    Lg JessiKa

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s