Macht Kupfer uns gesund und glücklich?

Meine Lebensaufgabe lautet: Ich helfe mit, dass alle gesund und glücklich sind. Diese Aufgabe verbinde ich heute wieder einmal mit dem Wissen aus meinem eigentlichen Beruf als Chemotechnikerin und meinem besonderen Interesse für Biochemie. Ich betrachte Glück heute wieder einmal auf biochemische Weise und verknüpfe das Wissen mit meiner Intuition. Und die sagt mir, dass es oft nur ein Kupfermangel ist, der uns vom Glücklichsein trennt.

Aus der Glücksforschung sind sie ja eigentlich bekannt, die Stoffe im  Körper, die uns  in eine gute Stimmung versetzen: Dies sind vor allem die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin. Dabei wirkt das Dopamin als der Stoff, der uns schnell himmelhoch jauchzen aber auch schnell wieder abfallen lässt, das Noradrenalin stabilisiert dagegen die Glücksgefühle. Beide müssen in der richtigen Menge vorhanden sein, damit wir uns im Gleichgewicht fühlen. Ist zuviel Dopamin vorhanden, wechselt unsere Stimmungslage rasch zwischen den Extremen. Zuviel Dopamin wurde auch in der Medizin schon für psychisches Ungleichgewicht und Psychosen verantwortlich erkannt, in Zusammenhang mit einer übersteigerten Wahrnehmungsfähigkeit.

zitiere:

Dopamin:

Projektionen des mesolimbischen DA-Systems scheinen in der Entwicklung von Suchtverhalten und Psychosen eine entscheidende Rolle zu spielen. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass Dopamin die Wahrnehmungsfähigkeit erheblich zu steigern scheint. Menschen, die an einer Psychose leiden, sind „Wahrnehmungsgenies“.

aus:

http://www.medizinfo.de/sucht/ursachen/dopamin.shtml

Von einem Arzt, der über das CFS-Syndrom (Chronische Müdigkeit/ Reizüberflutung)  forscht, weiß ich , dass auch das Chronische Müdigkeitssyndrom durch übersteigerte Wahrnehmung verursacht wird. Die Folge sind Überreizung, Hyperaktivität bis schließlich zum Burnout. Besteht hier ein Zusammenhang zur instabilen Stimmungslage? Spielt auch hier ein Zuviel an Dopamin eine Rolle?

Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme - auch die Glücksbotenstoffe brauchen Kupfer

Cashewkerne, dunkle Schokolade und ab und zu ein Gläschen Sherry liefern dem Körper essentielles Kupfer

Wenn das so ist, stellt sich doch die Frage nach der eigentlichen Ursache: Wie kommt es zu dem Dopaminüberschuss, bzw. zu dem gestörten Gleichgewicht zwischen dem Stimmungsaufputscher Dopamin und dem Stimmungsstabilisator Noradrenalin? Oder noch klarer gefragt: Warum wird das aufputschende Dopamin nicht in genügender Menge in den Langzeit-Happymacher Noradrenalin umgewandelt?

Wer eins und eins zusammenzählen kann, findet auch hierfür in der Schulmedizin/Biochemie die Antwort. Sie lautet: Für diese Umwandlung braucht der Organismus ein kupferhaltiges Enzym namens Dopaminhydroxylase. Ist dieser Vorgang unserer Glücksbildung also deshalb gestört, weil wir zu wenig von dem Spurenelement Kupfer im Körper haben?

Die Logik lässt das so erscheinen. Und meine eigene Erfahrung auch. Wenn ich ein Kupfer-Nahrungsergänzungsmittel einnehme, bin ich glücklich und gelassen. Könnte also ein einziges Spurenelement all die vielfältigen Psychopharmaka überflüssig machen? Ich denke ja.

In meinem Forscherdrang stelle ich heute weitere Fragen: Warum haben immer mehr Menschen solche Symptome, die sich durch einen Kupfermangel erklären lassen? Woher kommt dieser Kupfermangel?

Nun, auch dafür gibt es Antworten: Zum einen spielt unsere vitaminorientierte Ernährung eine Rolle, die vor allem Obst und Obstsäfte als gesund preist. Doch Fakt ist, dass sowohl der darin enthaltene Fruchtzucker, als auch die Ascorbinsäure, ebenso wie andere pflanzliche Stoffe zu ihrer weiteren Verarbeitung im Körper Kupfer verbrauchen.

Diese Kupfer, das für lebenswichtige Stoffwechel- und Entgiftungsvorgänge benötigt wird, fehlt dann natürlich als Happymacher. Die Natur hat schließlich ihre Prioritäten, zuerst wird unser Zellstoffwechsel gesichert, die Glücksgefühle sind dann erst die Zugabe, wenn noch genügend Kupfer vorhanden ist.

Weitere Kupfer-Gegenspieler sind das Nickel, das sich immer mehr in unserer Umwelt verbreitet, ferner das Quecksilber (Z.B aus Amalgam-Zahnfüllungen) und sogar das Zink, das so gerne zur Immunsteigerung eingenommen wird. Doch da Zink auch die Wahrnehmungsfähigkeit steigert, ist ein Zinküberschuss wohl mitverantwortlich für die oben geschilderte übersteigerte Wahrnehmung (Geräuschemfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit, empfindlich gegen Licht und sonstige Reize) und die daraus resultierende Stimmungslabilität.

Aus nichtwissenschaftlichen Quellen weiß ich zudem, dass auch chronische radioaktive Belastung und Strahlung (Handy usw.) den Kupferstatus reduzieren.

Aus all diesen Erkenntnissen gibt sich für mich die folgende Lösung: Die Umwelt kann ich nicht von jetzt auf gleich ändern, meine Kupferionen im Körper schon, indem ich ganz einfach kupferreiche Nahrung esse oder ein Kupfer-Nahrungsergänzungsmittel einnehme. Und schon bin ich gesünder und glücklicher. Das ist nicht nur Theorie sondern meine wiederholte Erfahrung.

Und indem ich dies publiziere, helfe ich auch anderen, dasselbe auszuprobieren. Auf freiwilliger Basis natürlich, denn mit den richtigen Informationen entscheidet jeder selbst, ob er gesund und glücklich sein will.

Möge jeder das Beste für sich wollen.

Und möge sich die Schulmedizin wieder an solche ursächlichen Dinge erinnern und wirklich heilen wollen. Danke.

~~~

Ergänzung:

Es ist großartig, kurz nachdem ich diesen Beitrag mit der Bitte, auch die Schulmedizin möge den Nutzen von Kupfer erkennen, veröffentlicht habe, fand ich folgenden Text eines Schulmediziners zum Nutzen von Kupfer:

http://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2014/01/Prof.Dr_.med_.Thilo-K%C3%B6rner-2005-Die-klinische-Bedeutung-des-Spurenelementes-Kupfer-.pdf

Mögen solche Ärzte in Zukunft die Möglichkeit haben, ihr Wissen zu verbreiten. Danke.

~~~

 

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31 Gedanken zu „Macht Kupfer uns gesund und glücklich?

  1. Hallo Johanna,

    so einen ähnlichen Artikel hattest du schon, finde ihn bloß nich wieder.

    Ich würde das gerne mal ausprobieren.

    Wo ist denn überall Kupfer drin?

    Eine Liste wäre hilfreich…

    Viele Grüße

    Ingo

  2. Hallo Ingo, schön, mal wieder was von dir zu lesen. Und danke für deine Frage nach der Kupferliste.

    Besonders reich an Kupfer sind (Halb)Bitterschokolade, Nüsse, Portwein und Sherry.
    Aber da ich mich nicht von Schokolade und Sherry ernähren will ;), habe ich folgendes Ergänzungspräparat http://www.newfoodcorp.com/DE/prod/7331/Nahrungsergaenzung-Spezialitaeten/US-Mineralien/Elemente/Copper-Caps-%28Kupfer-Glukonat%29.html

    und bin beeindruckt, wie gut es hilft.

    Liebe Grüße und alles Gute
    Johanna

  3. Und ich wundere mich, wieso ich seit gestern beschlossen hab, mehr Nüsse zu essen…

    Vielen Dank für den Link, 100 Kapseln sind bestellt 🙂

  4. Liebe Jessika, danke für den Beitrag, aber es ist schon interessant, dass meine Frau und ich Heißhunger auf Bitterschokolade haben. Und unser Papagei mag natürlich Nüsse, da fällt für uns auch etwas ab…

    Ich esse und trinke nur noch das, auf was ich Appetit habe und was mir schmeckt, und ich vertraue dabei voll auf meinen Instinkt.

    Meine Heilerin sagte mir, ich solle doch Äpfel essen, unser Garten ist ja voll davon. Ja schon, aber da ist doch meine Fruchtzuckerunverträglichkeit. „Dann fehlt dir Fett“ sagte sie spontan, das kam „von oben“, und tatsächlich habe ich manchmal Heißhunger nach Fett. Kannst du das nachvollziehen?

    Liebe Grüße Herbert

  5. Jetzt weißt du auch, warum du und deine Frau so ein perfektes, glückliches Paar seid.

    Ja, Fett ist besser als zu viele Kohlenhydrate. Und wer sich nach seinem Heißhunger richtet, ißt ohnehin das Richtige.

    LG
    Johanna

  6. Freut mich Ingo, aber schlucke die Kapseln nur zu Hauptmahlzeiten, da sind sie verträglicher , hab ich herausgefunden. Und das mit dem Nüssen wird sich sicher positiv und beziehungsfördernd auswirken, siehe Herberts Bericht 😉

  7. Hallo ihr Lieben! Ehrlich gesagt, wer sich gut ernährt, damit meine ich hochwertige Lebensmittel verwendet, IMMER frisch und abwechslungsreich kocht, der hat alles was er braucht… Kupfer ist zB in Leber (sehr reichlich) enthalten, Buchweizen etc etc etc… Mit Nahrungsergänzungsmittel bin ich sehr, sehr vorsichtig… Einen zauberhaften Tag wünscht Elisabeth

  8. Hallo Elisabeth, herzlich willkommen hier 🙂 Ich stimme deiner Meinung zwar nicht zu, denn ich finde die heutigen Lebensmittel nicht mehr „hochwertig“, da pestizidverseucht, hochgezüchtet und teilweise auch gentechnisch verändert, außerdem ohne genügend Nährstoffe, da schon die Böden ausgelaugt sind…
    Aber trotzdem ganz lieben Dank für deinen Diskussionsbeitrag. Würde mich freuen, wenn auch noch andere Meinungen dazukämen.

    Danke und lieben Gruß
    JessiKa

  9. Liebe JessiKa! Natürlich hast du Recht, mit dem was du schreibst, aber wer garantiert mir bei den sogenannten „Nahrungsergänzungsmittel“, dass ohne Pestizide und ohne Gentechnik hergestellt wird? Woher kommen die Zutaten? Ich wohne am Land und kaufe direkt bei unseren Bauern ein, da sehe ich, wie die Tiere gehalten werden, wie das Obst auf den Bäumen wächst etc. natürlich kann ich nicht kontrollieren, ob mit Pestiziden gearbeitet wird. Was ich aber schon weiß, bei uns in Österreich werden die „BIOBauern“ extrem streng kontrolliert und überwacht… Herzliche Grüße Elisabeth

  10. Ist doch okay, Elisabeth, wenn du mit der Ernährung alles hast, was du brauchst, dich also gut und gesund fühlst, hast du vermutlich keinen Kupfermangel und brauchst dann logischerweise auch kein Kupfer-Nahrungsergänzungsmittel.

    Für viele bislang unerklärliche chronische Symptome sehe ich aber einen Kupfermangel als wahre Ursache an, und dann lohnt es sich, ein entsprechendes Ergänzungs-Präparat auszuprobieren. Wenn es hilft, ist es das Richtige.

    Lieben Gruß nach Österreich
    JessiKa

  11. Guten Morgen JessiKa! Wo du Recht hast! Sei wie’s sei… Dies wäre eine endlos Diskussion 🙂 Einen herzlichen Dank möchte ich an dich aussprechen, deine Seite ist sehr inspirierend… Besonders liebe ich deine Affirmationen… Alles Liebe Elisabeth

  12. ja ist mein Artikel – und ich denke, daß uns sowohl Elektrosmog (im Artikel, die Studien im Anhang) – als auch verarmte Böden (Kurkuma und Nüsse vom Subkontinent Indien wesentlich reicher an organischem Kupfer) mangelnde Kupfer-Unterversorgung bescheren. Aus Orten ehemaligen Kupferminen (Adern), die heute nicht mehr ökonomische Mengen enthalten, sind heute Kur-Orte geworden (Sprachliches Wissen) – Schön, daß das Thema Kupfer die Runde macht – den elektromagnetischen Stress kriegen wir erst weg, wenn der öffentliche Druck groß genug ist.

  13. Danke liebe(r) Terramesa, für deine interessante Arbeit zum Thema Kupfer und überhaupt. Schön, dass immer mehr Menschen dieses innere Wissen in sich abrufen können. Möge jetzt eine ausreichende Kupferversorgung alle Menschen gesund und glücklich machen.

  14. Liebe geneigte Leser,
    schaut euch das Kurzvideo über AN / ANU an, https://www.youtube.com/watch?v=T1csqmAO_3o – sehr erhellend, was ich in der Sprache über ANK dort darstelle.
    Es gibt Überlegungen aus „Mythen“ über Haare als Antennen, aber auch neuere Forschungen „Warum die Indianer lange Haare haben“
    http://spirituelle-revolution.net/printthread.php?tid=164 geben wichtige Hinweise, daß unser Haar für uns AN.tennen sind, die nach Gesundheit und Frisur möglicherweise über die Verbindungs-Qualität zu unserer Schöpfung entscheiden.
    Liebe Grüße und dANKe für die Vernetzung

  15. Liebe Terramesa, ganz lieben D-ANK für deine wunderbaren Ergänzungen. Jetzt wird mir auch klar, warum das Wort dANKe als so magisch gilt.

    Danke auch für dein Kupfervideo, das ich mir auch angesehen habe. Besonders interessant und genial fand ich deine Verbindung zwischen dem Venus(Kupfer)Symbol und dem antiken Symbol für Leben. Oder dein Hinweis, dass Kurorte oft „Kupfer-Orte“ sind.

    Ich habe intuitiv auch das Wissen, wir leben so lange, so lange der Körper genügend Kupfer für die Lebensfunktionen zur Verfügung hat.

    D-ANKe für deine wunderbare Arbeit und dANKe an Ingo, dass er mich darauf aufmerksam gemacht hat.

    Liebe Grüße von Johanna alias JessiKa

  16. Hallo Jessica, deinen Beitrag zum Kupfer finde ich sehr interessant. Ich leide an Schizophrenie und habe schon immer gerne reichlich Schokolade (Kupfer und Serotonin) gegessen. Vor ein paar Jahren ergab eine Schwermetallausleitung aus meinem Gehirn eine sehr große Menge an überschüssigem Kupfer. Ein Gentest wegen Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit) war ein Segen aber negativ. Hast du eine Hypothese wie das zusammenhängt bzw. was falsch läuft? Wie du wahrscheinlich weist, geht man bei Schizophrenen von einer zu starken Aktivität von Dopamin aus. Es gibt aber auch die Hypothese, dass Dopamin lange Zeit sogar eher niedrig ist und bei einem Krankheitsschub plötzlich stark ansteigt. Freue mich auf die Antwort.

  17. Hallo fellowsgarden, danke für deinen Kommentar.

    Danke, dass du hier den Morbus Wilson zur Sprache bringst. Darunter versteht man in der Medizin eine genetische bedingte, angeborene Krankheit im Kupferstoffwechsel. das Kupfer kann hier aufgrund eines so genannten Gendefekts nicht richtig verteilt werden und reichert sich im Gewebe an, was zu zunehmenden (neurologischen) Störungen führt. In diesen Fällen muss natürlich eine kupferarme Diät eingehallten werden.

    ich weiß, man führt diese seltene Erbkrankheit oft an, wenn man vor den angeblichen Gefahren des Kupfers warnt. Aber eine Kupferspeicherkrankheit würde schon in jungen Jahren erkannt, weil die Symptome sehr typisch sind und kann, wie du schreibst mittels einiger weniger Tests eindeutig nachgewiesen oder ausgeschlossen werden.

    Sogenannte Schwermetallausleitungen sehe ich als eher problematisch an, wer sagt dir denn, dass es überschüssiges Kupfer war, das da ausgeleitet wurde? Vielleicht wäre es notwendiges Kupfer gewesen?

    Zum Thema Schizophrenie:
    Ja, einerseits wird ein hoher Dopaminspiegel mit diesem Krankheitsbild in Verbindung gebracht. Aber woher kommt der hohe Dopaminspiegel? Oben habe ich ja beschrieben, dass das möglicherweise ein Kupfermangel ist.

    Aber auch eine Folsäure-Überlastung kann zu schizophrenen Symptomen führen, dazu gibt es einige Studien in der nutriologischen Medizin. In diesen Fällen sollte auf Folsäure, z.B in Nahrungsergänzungsmitteln oder in manchen Kochsalz-Sorten verzichtet werden. Diese Zusätze im Kochsalz finde ich ohnehin problematisch, ich selbst verwende nur pures Salz, ohne Jod, Fluorid oder eben Folsäure-Zusätze.

    Meines Wissens schadet Folsäure vor allem dann, wenn der Vitamin B12 Spiegel niedrig ist, also auch eine B12-Ergänzung kann dann hilfreich sein.

    Weiterhin kann Schizophrenie aufgrund eines zu hohen Histaminspiegels (Histadelie) entstehen.

    Lies mal dazu die sehr interessanten Ausführungen dieses Arztes:
    http://www.rainerdidier.de/beschwerden/psyche—emotionen/histadelie/

    Da für den Histaminabbau das Enzym Diaminoxydase (DAO) nötig ist, und da dieses Enzym Kupfer benötigt, um wirken zu können, kann auch hier Kupfer hilfreich sein.

    Lass das doch mal von einem Arzt abklären.

    ich wünsche dir gute Besserung!

  18. Hallo Jessica,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort. Kann bestätigen, dass Folsäure meinen Zustand verschlechtert. Habe erst kürzlich aufgrund einer Studie – die besagt, dass Folsäure die Negativsymptome bessert – Folsäure substituiert. Es handelte sich um ein Präparat mit 800 mcg Folsäure und 5mcg Vitamin B12 (1 mal am Tag). Das die Negativsymptome (Antriebsmangel, Lethargie, Ängste, Verschlossenheit etc.) nachlassen scheint zu stimmen aber leider wurden die Positivsymptome (Stressanfälligkeit, Wahnideen, irrige Ansichten etc.) eben auch stärker. Eigentlich erhöhen fast alle B-Vitamine den Dopaminspiegel. Daher würde ich auch große Vorsicht damit vorschlagen.
    Kupfer scheint aber sinnvoll, wie du ja auch sagst. Ich trinke daher sehr viel schwarzen Tee der viel Kupfer enthält und Adrenalin nur wenig anregt (Außerdem viel Schokolade). Ich könnte mir dennoch vorstellen, dass ich inzwischen überversorgt bin mit Kupfer. Meine momentane Lieblingshypothese ist die NSP Hypothese, die besagt, dass bei Schizophrenen die Neuronale Stammzellen Proliferation um bi zu 70 Prozent vermindert ist. Diese Stammzellen sind die Voraussetzung für die spätere Neurogenese. Neurogenese ist wichtig für das Verarbeiten und Lernen neuere Dinge. Das kann ich gefühlsmäßig sofort unterschreiben. Interessant ist, dass Dopamin die NSP im vorderen Gehirn hemmt. Daher vermute ich, dass der Schizophrene permanent versucht den Dopaminspiegel niedrig zu halten um die NSP nicht weiter zu belasten. Dann nach längerem extremen Verhaltens Richtung niedrigen Dopaminspiegels kommt es dann irgendwann zum Ausbruch (Schub) und der Dopaminspiegel steigt kurzfristig stark an und man findet sich in der Geschlossenen Psychiatrie wieder. Mein Psychologe hat mal den Vergleich mit einer Quitscheente gemacht, die, wenn man sie unter Wasser drückt, irgendwann immer hochschießt. Das erklärt herrlich den schubweisen Verlauf der Krankheit. Die Frage ist also nicht unbedingt nach dem Dopamin, sondern was hemmt die NSP? Möchte hier aber auch erwähnen, das es wahrscheinlich sehr unterschiedliche Gründe für die Schizophrenie gibt. Diese Hypothese passt aber am besten zu meinem Fall.

    Viele Grüße

    fellowsgarden

  19. Danke für die ausführliche Darstellung der NSP Hypothese, davon hatte ich noch nichts gehört.
    Ich selbst bin immer eher auf der Suche nach Lösungen als nach Erklärungsmodellen für den Krankheitsmechanismus.

    Aber ich sehe, dass dir diese Hypothese hilft, die Vorgänge besser zu verstehen, somit hat sie ihre Berechtigung.

    Ich wünsche dir, dass deine NSP von jetzt an wieder vollkommen harmonisch und optimal funktioniert und dass es dir von Tag zu Tag besser geht 🙂

    Liebe Grüße
    Johanna

  20. Vielen Dank! Deine Seite hat mich auf jeden Fall weiter gebracht.

    Viele Grüße

    fellowsgarden

  21. Liebe Jessica, zufällig bin ich auf Deiner Seite gelandet. Seit 18 Jahren leide ich unter CFS ausgelöst durch eine EBV Infektion. Die Arztodyssee kannst Du Dir sicherlich vorstellen, genauso das psychologisieren der Krankheit. Ich hab den Ärzte immer erklärt, dass ich keine Depressionen haben, sondern körperlich krank bin – wollte keiner hören. Ich habe jetzt einen tollen Privatarzt gefunden, der seit 6 Monaten mit mir arbeitet. Ich nehme eine Menge ein, aber ein deutlicher Schub kam durch das Kupferglukonat! Ich habe in einem CFS Forum ebenfalls einen Erfahrungsbericht gelesen, dass eine Heilung durch Kupfer eingetreten ist.

    Was ich allerdings in Deinem Bericht korrigieren möchte ist, dass Wilson oft bei Kindern bereits diagnostiziert wird. Das ist leider nicht der Fall. Menkes-Syndrom wird bei Kindern diagnostiziert. Es gibt eine Vielzahl unbehandelter Wilsonpatienten, viele werden erst im Alter von 40 oder älter diagnostiziert, wenn Sie schon schwere Schäden haben. Die meisten Ärzte haben die Krankheit nicht auf ihrem Radar. Mein Arzt hat das auch gleich als erstes abgeklärt, daher bin ich da sehr im Thema. Wilson kann sich auch gut tarnen und viele Labore machen Fehler bei der Sammelurinbestimmung, die in einem auswendigen Verfahren gemacht wird.

  22. Liebe Anni, danke für dein Feedback. Ich freue mich, dass das Kupfergluconat einen Besserungsschub bei dir bewirkt hat. ich kenne CFS und auch EBV aus eigener Erfahrung, und ich frage mich, ob nicht auch solche chronischen Infektionen kupfermangelbedingt sind. Denn auch das Immunsystem braucht Kupder, wie ich hier beschrieben habe: http://www.gesundheit-ganzheitlich.com/2015/02/25/kupfer-f%C3%BCrs-immunsystem/

    Danke für deinen korrigierenden Hinweis, dass ein Morbus Wilson nicht immer klar erkannt wird. Ein älterer Arzt hatte mir mal gesagt, die Symptome seien so typisch, dass das nicht zu übersehen ist, z.B. der Kayser-Fleischer-Ring im Auge. Aber ob die modernen Mediziner das immmer auf dem Radar haben…ja, du hast recht, das bezweifle ich auch. Eine Kupfereinnahme sollte natürlich vorher mit dem Arzt abgeklärt werden, damit ein möglicher Morbus Wilson nicht verschlimmert wird: Mehr dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Wilson

    Danke liebe Anni für deine Ergänzungen und alles Gute für dich.

    LG Jessika

  23. Na ich Danke dir für deinen Forscherinnendrang und die Möglichkeit dein Wissen unter das Volk zu mischen. Weiter so…

  24. Hallo. Kann denn eine Gabe von Vitamin C einen Kupfermangel und somit auch einen Eisenmangel auslösen und verstärken?

  25. Hallo Babsi,
    danke für deine Frage und deinen wertvollen Hinweis. Es ist tatsächlich so, wie du schreibst: Vitamin C (Ascorbinsäure) kann zu einem Kupfermangel beitragen. Im Buch „Nutriologische Medizin“ wird von Studien berichtet, die aufzeigen, dass Ascorbinsäure erstens die Aufnahme von Kupfer aus dem Darm stört und zweitens auch die Bindung des Kupfers an wichtige Enzyme, vor allem an die so genannte Superoxyddismutase, behindert.

    Beim Eisen gilt es zu unterscheiden: Ascorbat erhöht die Aufnahme von zweiwertigem Eisen, nicht aber von dreiwertigem Eisen. Inwieweit sich das auf den Stoffwechsel auswirkt, werde ich mal gründlich nachrecherchieren.

    Danke für deinen Kommentar und sorry für die verspätete Antwort, hatte ihn gerade erst entdeckt.

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